Am Sonntag, den 17.06. startete für einige Tassilos die erste Große FITA des Jahres. Dies bedeutete, sich mental schon eine Woche im Voraus vorzubereiten, denn es galt nicht nur die Entfernung (bei einigen Schützen 90 Meter!) zu erspähen, sondern sich darüber klar zu werden, dass die Nacht von Samstag auf Sonntag sehr kurz werden würde. Durch unsere Turniererfahrung wissen wir: Der frühe Schütze erhält den besten Platz für seinen Pavillon! Dieser war auch überaus wichtig, denn so ein Turnier dauert den ganzen Tag und ein Basislager für Kühlboxen oder sonstiges Equipment ist unerlässlich. Also um 6:30 Uhr Abfahrt und immer wieder die leise Frage: „Wir machen das doch freiwillig?!“.2018 FITA EBE Gruppenbild

Ankunft 7 Uhr, freie Platzwahl, Bogenaufbau und langsames Aufwachen durch den Austausch mit den eintrudelnden Mitschützen. Nach Probefeilen und Begrüßung pünktlicher Turnierstart um 8:30 Uhr mit der weitesten Entfernung in der jeweiligen Klasse (90/70/60 Meter). Die ersten 36 Pfeile - kein Problem!

Umbaupause! Danach wieder 36 Pfeile, jetzt auf 70/60/50 Meter (ohne erneutes Einschießen), also hoffen, dass das Visier richtig eingestellt ist. Läuft! Bei einem „normalen“ Turnier wäre an dieser Stelle (nach 72 Pfeilen) Schluss, aber nicht bei einer Großen FITA.

Mittagspause! Hier der übliche Austausch über die bisherigen Ergebnisse, die aktuelle Gefühlslage. Dann Motivieren für die beiden letzten Entfernungen, die nun auf dem Programm stehen. Im 3. Durchgang gilt es, 50 bzw. 40 Meter zu bezwingen. Obwohl die Entfernungen näher rücken, geht die Kraft in gleichem Maße zurück. Weitere 36 Pfeile! Puh!

Umbaupause! Letzter Durchgang für alle auf 30 Meter. Durchbeißen und weiter konzentriert arbeiten. Wer hier durchhält, kann eventuell ein paar Ringe gutmachen! Die letzten 36 Pfeile! GESCHAFFT!

Nach 144 Turnierpfeilen ist endlich Schluss und auch wenn einige nicht zufrieden mit ihren Ergebnissen waren, können doch alle stolz sein, dass sie ca. 8 Stunden durchgehalten haben. Petrus hat es auch gut gemeint und vor die Sonne immer mal wieder ein paar Wolken geschoben. Nur Manfreds Pfeilauflage hatte zwischendrin keine Lust mehr auf Sport und ging zu Bruch. Da seine Pfeilauflage öfter mal in Turnieren die Lust verliert hatte er glücklicherweise Ersatz dabei und konnte nach der Reparatur weiterschießen. Also alles in allem ein gelungenes Turnier, bei dem es sogar eine Tassilo Schützin auf das Stockerl geschafft hat.

2. Platz Damenklasse Recurve: Vroni Kreuzpointner mit 1.141 Ringen.

Glückwunsch!

Vielen Dank an die BSG Ebersberg für ein gut organisiertes und toll ausgerichtetes Turnier. Wir kommen auf alle Fälle nächstes Jahr wieder, denn bis dahin haben wir das Weckerläuten um 5:30 Uhr wieder vergessen!

(VK – 17.06.2018 – Ergebnisse)

 

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