Last Fant Standing
- Details
- Zugriffe: 32
Nachdem mich am Vortag schon die Oberligamannschaft aus meiner göttlichen Ruhe in unserer wunderbar warmen Bogenhalle gerissen und nach Langenpreising verschleppt hat, muss ich am heutigen Sonntag schon wieder in diese Liga-Location reisen. Ich weiß gar nicht, was ich hier soll?! Immerhin durfte ich die Nacht bei Wolfi verbringen.
Als ich hier ankomme (etwas eingequetscht unter Wolfis Arm) sieht alles wie am Vortag aus. Wobei - das stimmt nicht ganz: wenn man genau hinschaut, sehen die herumwuselnden Bogenschützen doch etwas anders aus. Und sie tragen auch andere Trikots. Zunächst herrscht hier erstmal die allgemeine Unruhe. Bögen werden aufgebaut, Leute begrüßt und auch der eine oder andere Smalltalk wird gehalten. Von meinem Platz hier auf der Bank kann ich das alles gut erkennen. Ein bisschen unbequem ist das ja schon! Wofür ich mal einen eigene Liegestuhl bekommen habe, weiß der Geier. Der steht wohlbehütet in meiner schönen Halle.
Plötzlich wird es ganz ruhig. Eine Dame im schwarzen Outfit sagt etwas und alle hören gespannt zu. Danach erzählt ein Mann etwas über das Essen (toll - ich hab hier noch keinen Bissen bekommen) und danach ein anderer Mann im roten Jäckchen ein paar Worte über den weiteren Ablauf. Schon geht es los: die Bogenschützen, die vorher einfach durcheinander herumstanden, ordnen sich in 8 Felder, die auf den Boden gemalt sind und fangen an zu schießen. Mich haben Sie von der Bank in eines dieser Felder gestellt (auf den Boden!!! WO IST MEIN LIEGESTUHL???). Dort wo auch "meine" Bogenschützen stehen. Von hier kann ich zwar durch die vielen Beine hindurch nicht allzu viel sehen, am Ende scheinen "wir" aber gewonnen zu haben?! Ja - tatsächlich.
Das scheint aber auch schon alles gewesen zu sein, was meine Mädels und Jungs heute zu Stande bringen. Sie versuchen es zwar auch noch in anderen Feldern (ich werde da jedes Mal mitgezerrt!), aber es will nicht so recht klappen. Da war ja die Mannschaft von gestern noch besser - trotz der vielen M's. Na ja - fairerweise muss man sagen, das ist nicht ganz korrekt. Das heutige Team hat schon auch ordentliche Ergebnisse geschossen - die meisten Gegner sind heute einfach besser. Trotzdem bleibt bei der Gesamtleistung noch viel Luft nach oben. Wenn ich mich richtig erinnere, leisteten die gleichen Menschen im letzten Jahr etwas mehr.
Nach dem 4. Match machen sie plötzlich eine Unterbrechung und gehen zu den Tischen. Mich lassen sie hier mutterseelenallein stehen. Alle hauen sich jetzt die Bäuche voll! Und was ist mit mir? Endlich geht es weiter - irgendwer hat gesagt: "...nur noch 3 Matches". Hoffentlich - so gemütlich finde ich es hier nicht.
Nach dem nächsten Match machen meine Mädels und Jungs plötzlich ganz betretene Gesichter. Irgendjemand sagt so etwas wie "...Abstieg..." und "...besiegelt...", was auch immer das bedeuten soll. Trotzdem geht es noch weiter?! Wie lange soll das denn heute noch dauern. Ok - nur noch zwei Matches, dann ist es scheinbar geschafft, denn alle bauen jetzt Ihre Bögen ab und packen Ihr Zeug zusammen. Bei der Siegerehrung wird "meine" Mannschaft schon als Zweites aufgerufen. Das ist sicher ein gutes Zeichen! Obwohl - so richtig freuen tun sie sich ja nicht?! Aber vielleicht verstehe ich nur nix davon.
Das eigentliche Highlight des Tag kommt aber ganz am Ende: Ich bin endlich ganz allein auf dem üblichen Foto! Niemand außer mir! Niemand, der mich quetscht und drückt. So soll, so muss es sein! So ist es standesgemäß. Die mir gebührende Ehre wird mir endlich zu teil! Und - mal ganz ehrlich: Ich habe auf der gesamten Tassilo Homepage noch kein schöneres Foto gefunden, oder?
(Tassifant - 22.2.2026 - Ergebnisse)
Tassilos beim 17. Indoor-Turnier des PSV
- Details
- Zugriffe: 37
Beim 17. Indoor-Turnier des PSV waren die Tassilo Bogenschützen wieder mit einer motivierten Truppe vertreten. Für den Wettkampf entschieden sich Marc Pachmann, Hubert Neiß, Tim und Eric Cordes, Monika Haas, Karin Kollmorgen und Max Schröder, an den Start zu gehen.
Für uns begann der Tag früh, denn wir waren alle der Vormittagsgruppe zugeteilt. Bereits zur Hallenöffnung um 8:15 Uhr füllte sich die Halle zusehends – und mit ihr auch die Spannung. Für mich persönlich war es das erste Turnier dieser Art und Größe, entsprechend aufmerksam wurde erst einmal alles in Ruhe beobachtet. Während Marc und Hubert sich gemeinsam einrichteten, verschlug es mich etwas abseits auf Scheibe 17, wo ich meinen Platz bezog und meinen Bogen aufbaute. Karin und Monika waren derweil in der anderen Halle im Einsatz.
Nach vier Einschießpassen wurde es ernst: Über insgesamt 20 Wertungspassen galt es, möglichst viele Pfeile im Gold unterzubringen – was, wie sich herausstellte, leichter gesagt als getan ist. Zur Halbzeit konnte ich 225 Ringe verbuchen, eine solide Basis mit Luft nach oben.
Die Pause kam wie gerufen – nicht nur zur mentalen Neujustierung, sondern auch wegen der hervorragenden Verpflegung. Ein Kaffee hier, ein Stück Kuchen dort, und schon sah die Welt wieder ein wenig goldener aus.
In der zweiten Hälfte zeigte sich ein ähnliches Bild wie zuvor: gute Passen wechselten sich mit weniger guten ab. Für ein persönliches Highlight sorgte ich dann selbst – allerdings nicht schießtechnisch, sondern organisatorisch. Während ich mit dem Schreiben an der Reihe war, gelang es mir tatsächlich, die Wertungen kreativ zu interpretieren, sodass ein Kampfrichter seinen Rotstift zücken musste, um wieder Ordnung in die Zahlen zu bringen. Auch das gehört offenbar zur Turniererfahrung dazu.
Nach der letzten Passe wurde wie gewohnt fleißig applaudiert, anschließend ging es ans Abbauen und an den Austausch mit den anderen Schützen. In der Einzelwertung konnten die Tassilos folgende Platzierungen und Ergebnisse erzielen:
1. Platz Seniorinnen Compound: Monika Haas – 466 Ringe
2. Platz Seniorinnen Recurve: Karin Kollmorgen – 360 Ringe
Sonstige Ergebnisse:
Tim Cordes – 520 Ringe
Hubert Neiß – 514 Ringe
Eric Cordes – 480 Ringe
Marc Pachmann – 469 Ringe
Max Schröder – 454 Ringe
Auch in der Teamwertung waren wir vertreten: Eric, Marc und Hubert erreichten gemeinsam 1463 Ringe und belegten damit einen respektablen 11. Platz.
Auch wenn nicht jeder ganz seine persönliche Bestleistung abrufen konnte, stand doch eines klar im Vordergrund: der Spaß am Schießen und das gemeinsame Erlebnis. Für mich war es ein rundum gelungener erster Einstieg in ein Turnier dieser Größenordnung – mit allem, was dazugehört.
Und nach dem Turnier ist bekanntlich vor dem Turnier: Die nächste Gelegenheit lässt nicht lange auf sich warten. Beim Jubiläumsturnier zum 100-jährigen Bestehen des PSV geht es für mich dann auf 70 Meter – ebenfalls Neuland. Man darf gespannt sein.
(MS - 22.02.2026 - Ergebnisse)
Tag der Abrechnung!
- Details
- Zugriffe: 60
Heute ging’s um alles – letzter Oberliga-Tag der Saison 2025/2026! Vier tapfere Tassilo Schützen (Sarah, Marc, Wolfi und Robert) machten sich an diesem Samstagnachmittag auf den Weg nach Langenpreising. Mannschaftskapitän und Coach Peter – unsere große Stütze – war natürlich auch mit dabei. Ich (Bine) konnte leider verletzungsbedingt nur moralisch unterstützen.
Nach dem üblichen Prozedere ging es mit den Probe-Pfeilen los. Danach ein kurzer Check von Peter mit den Schützen: Wer fühlt sich gut? Wer fängt an? Schnell war klar: Marc, Wolfi und Robert gehen ins erste Match gegen Gartenstadt Trudering. Leider lief das gar nicht gut, und die ersten zwei Punkte gingen verloren. Auch im zweiten Match mussten wir uns geschlagen geben, den starken 215 Ringen der Waldtruderinger hatten wir nicht genug entgegenzusetzen.
Im dritten Match gegen Grabenfleck kam Sarah, die sich eigentlich ganz gut fühlte, für Wolfi in die Mannschaft. Leider löste sich ihr gutes Gefühl direkt an der Schießlinie wieder auf – auch dieses Match konnten wir nicht für uns entscheiden. Und auch im vierten Match ging der Sieg an unsere Gegner aus Germering.
Jetzt erstmal Pause. Sechs Tassilos saßen mit ratlosen Gesichtern am Tisch. Außer Marc, der Bank der gebeutelten Liga-Mannschaft, waren alle Schützen ziemlich verunsichert. In jedem Match mindestens zwei Ms zu kassieren ist frustrierend, vor allem, wenn das jeweilige Problem des Schützen nicht im Moment gelöst werden kann. Ok, aber es muss weitergehen. Seltsamerweise standen wir zu diesem Zeitpunkt immer noch auf Platz 6, zwar weiterhin massiv abstiegsgefährdet, aber immer noch an Platz 6.
In das Match fünf gegen die BMW Bogenschützen ging es mit Marc, Wolfi und Sarah. Hier waren wir eigentlich ganz hoffnungsfroh, konnten wir doch diese in der Vergangenheit auch „Not gegen Elend“ genannte Paarung an den Ligatagen eins bis drei immer für uns entscheiden. Aber falsch gedacht – mit knappen zwei Punkten Vorsprung sichern sich dieses Mal die BMWler den Sieg.
Vorletztes Match: Gegen die Blankbogenschützen aus Kadeltshofen MUSS es jetzt klappen. Und – hurrah! Endlich zwei Punkte für die Tassilos! Während die Schützen sich, schon recht gezeichnet vom Stress des Tages, aber mit neuem Mut, für das letzte Match bereitmachen, murmelt plötzlich Peter nach einem Blick auf die Liste: „Kann es sein, dass wir durch sind?“ Ich schaue ihn groß an, eile zur Liste, rechne, rechne nochmal, hole mir Robert mit dazu, er rechnet…und tatsächlich ist es so: Minimal-Ziel erreicht! Egal was jetzt passiert, wir sind von den beiden Mannschaften hinter uns nicht mehr einzuholen!
Sofort renne ich zur Box und rufe den Schützen zu: „Leute! Wir sind durch!“ Da geht die Sonne auf in der Langenpreisinger Bogenhalle! Erleichtertes Strahlen macht sich auf den Gesichtern breit, und mit diesen guten Nachrichten geht auch das letzte Match gegen Augsburg gut von der Hand und der Sieg an uns.
Erkenntnis des Tages: Man kann sich über einen Klassenerhalt fast so sehr freuen wie über einen Aufstieg! Volles Gratulat und riesengroßen Respekt an die vier Musketiere Sarah, Wolfi, Robert und Marc, die trotz unglücklicher Ausgangslage die Moral bewahrt und wirklich alles gegeben haben.
Ein Extra-Lob an Marc „The Rock“, der 27 von 28 Matches bestritten hat und auch dann die Ruhe behält, wenn für den letzten Pfeil nur noch 5 Sekunden auf der Uhr sind – oder die Betreuer und Mit-Schützen vergessen, die Restzeit runterzuzählen. Großes Kino!
Unser Dank geht raus an alle Langenpreisinger und das Kampfrichter- und Auswertungsteam! Ohne Euch wären diese spannenden Wettkämpfe nicht möglich!
(BG - 21.02.2026 - Ergebnisse)
Kurze Umbaupause
- Details
- Zugriffe: 119
Am vergangenen Samstag nach dem Young Arrows Training stand ein kleiner Arbeitseinsatz in unserer Bogenhalle auf dem Programm. Wie immer bei den Tassilo Bogies war in Windeseile eine kleine, tatkräftige Gruppe zusammengetrommelt und schon konnte es losgehen.
Es galt, die fünf Scheiben – die wir erst im Oktober 25 komplett erneuert hatten – zu drehen, da sie schon einige kapitale Löcher aufwiesen. Der ein oder andere mag sich jetzt vielleicht denken, wie das sein kann, da ja erst 4 ½ Monate seit der Erneuerung vergangen sind. Wenn man aber einen Blick ins Schießbuch wirft, die vielen Einträge seitdem sieht und dann nur 75 Pfeile pro Eintrag annimmt, dann sind seitdem schon wieder mindestens 125.000 (!) Pfeile auf den Scheiben gelandet. Eine beachtliche Zahl, die aber auch zeigt, wie stark unsere Schützinnen und Schützen unsere tollen Trainingsmöglichkeiten nutzen.
Zurück zum Samstag: Das Drehen der Scheiben war nicht alles, was auf dem Plan stand. Die Scheiben-Halterungen wurden modifiziert, um sie bei zukünftigen Erneuerung leichter wieder in Position zu bringen. Dazu hatte Wolfi im Vorfeld in der heimischen Werkstatt schon fleißig gebastelt und nun wurden die neuen Teile eingebaut. Das hieß aber erstmal, unsere Holzkonstruktion auseinandernehmen, schrauben, hämmern, sägen und wieder zusammensetzen. Das lief aber, bis auf kleine Ausnahmen, richtig gut.
An den Aufbautischen machten sich auch zwei Helfer zu schaffen, denn es wurde die Verkabelung geändert und neue Steckdosen gesetzt. Und auch hier wurde gesägt, gebohrt und die entsprechenden Kabel verlegt. Wenn man es genau nimmt, hat dort allerdings nur einer gearbeitet, der andere Helfer hat sich in ein Ablagefach für unsere Bogenrucksäcke und -koffer verzogen, dort einen wohlverdienten Mittagsschlaf gehalten und ist selbstredend pünktlich zum Ende der Arbeiten wieder aufgewacht.
Am Ende wurde dann noch die Schießlinie versetz, neu verklebt und erneuert, so dass wir nun wieder mittig über der Schießlinie stehen können. Nach knapp vier Stunden konnte die Halle freigegeben werden und die Scheiben sind bereit für die nächsten hunderttausend Pfeile.
Danke an alle Helfer für den sehr effektiven Arbeitseinsatz bei dem der Spaß, wie immer bei uns, definitiv nicht zu kurz gekommen ist.
(DS – 18.02.206)
BM Halle 2026
- Details
- Zugriffe: 305
Wie schon in den Jahren vorher, zieht sich die Bayerische Meisterschaft in der Halle über 4 Tage. Den Auftakt machen am Donnerstag die älteren Semester. Die Tassilos sind hier mit 2 Schützen in der Masterklasse (namentlich Eyad und Otti) vertreten. Das ist nicht viel, stellt aber im Vergleich zum Vorjahr immerhin eine Steigerung um satte 100% dar! Am frühen Nachmittag sind die Schützen vor Ort und ehe man es sich versieht, stellt Stefan Fent seine (große) Mannschaft vor und begrüßt die Anwesenden. Schon stehen alle Schützinnen und Schützen für die Probepfeile an der Schießlinie. Volle 30 min sind dafür angesetzt - was am Ende etwa 5 Passen bedeutet.
Schon in der 2. Einschießpasse erschrickt die gesamte Halle ordentlich, den der Bogen eines - hier nicht namentlich genannten - Schützen der Masterklasse löst sich im Vollauszug in seine Bestandteile auf. Und zwar so gründlich, dass einer der Wurfarme erst kurz vor der Zielscheibe liegen bleibt. Kurze Kontrolle - nix Schlimmes passiert. Scheinbar ist ein Sehnenöhrchen vom Wurfarm gerutscht und hat das Malheur verursacht. Der Schaden ist schnell behoben und dem Schützen bleiben noch ausreichend Einschießpassen übrig.
Mit einem leichten Schmunzeln im Gesicht geht es mit den Wertungspfeilen weiter. Auf meiner (Otti) Scheibe hat sich eine locker Truppe eingefunden. So bleibt neben dem Schießen auch immer ein bisschen Zeit für eine kleine Unterhaltung. In der 5. Wertungspasse meldet uns die Auswerte-Crew ein kleines technisches Problem. Da Alle mit Pfeile ansagen, aufschreiben und rechnen beschäftigt sind und die Lautsprecher scheinbar in Riichtung der Schießlinie zeigen, bekommt kaum jemand etwas davon mit. Nachdem die Durchsage wiederholt wurde und auch die Kampfrichter erklärend unterstützen, wird das Ganze transparenter: ALLE müssen die Passen 3 und 4 nochmal eingeben und dann - wenn das OK von der Auswertung kommt - schließlich auch die 5. Passe. Die Prozedur bewirkt zwar eine kleine Verzögerung, ist am Ende aber doch weitgehend problemlos erledigt.
Ergebnistechnisch sieht man bei den Tassilos wie immer Licht und Schatten, wobei es heuer bei einem Schützen etwas mehr Licht und beim Anderen etwas mehr Schatten bedeutet. So oder so ähnlich setzt es sich auch im 2. Durchgang fort. Für mich selbst kann ich nur sagen, dass ich tatsächlich einmal mit dem Ergebnis zufrieden bin, denn die vorhergegangenen Trainingseinheiten waren auf grund eines 3-wöchigen Ausfalls katastrophal und lagen zum Teil ca. 40 Ringe unter meinem heutigen Ergebnis.
Fazit Tag 1: Lockere Atmosphäre, super Organisation - alles im grünen Bereich
Für die Tassilos geht es erst an Tag 3 weiter, an dem wir zwar in diesem Jahr quantitativ vergleichsweise schwach aufgestellt sind, dies aber qualitativ mehr als wett machen. Doch dazu gleich mehr. 2026 konnten sich (nur) Vroni (mit Ihrem Top-Ergebnis der BZM) in der Damenklasse und Julian bei den Junioren qualifizieren. Da Vroni leider aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen kann, schaukelt Julian quasi im Alleingang das Kind - allerdings moralisch unterstützt durch Wolfi, Otti und zeitweise auch Chrissie. Ob diese Unterstützung oder die derzeit sehr gute Form unseres Schützen für den Ausgang des Turniers ausschlaggebend ist, lässt sich wie immer nicht mit Sicherheit sagen. Wahrscheinlich ist es - wie immer - die Kombinations aus allen Faktoren. Mit einem stabilen Ergebnis von 275 und 265 Ringen ergattert Julian in der Qualifikationsrunde den 4. Platz und damit eine sichere Fahrkahrte ins Finale. Während Wolfi in Qualirunde als Trainer fungierte, übernimmt Otti den Job am Nachmittag für die Finals. Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass es nur wenige Ansagen brauchte, denn Julian zieht ruhig und augenscheinlich gelassen sein Ding durch, was ihn am Ende bis ins Bronzefinale bringt, Dort verweist er mit einem Top Ergebnis von 29/29/28 Ringen seinen Gegner kurz und schmerzlos (?) in 3 Sätzen auf den 4. Rang!
Top Ergebnis und volles Gratulat an Julian, der sein Final-Debut mit Bravour gemeistert hat. Wieder einmal ist der Nachwuchs, der bei den Tassilo Schützen die Fahnen hoch hält und die Medaillen nach Hause bringt.
Alles in Allem mal wieder eine Top organisiert Bayerische. Nicht unerwähnt sollte allerdings auch, dass in diesem Jahr ein neues Catering Team in Hochbrück für das leibliche Wohl sorgte. Mit einer großen Speisenauswahl, bei der wahrscheinlich auch für jeden Gaumen etwas dabei war, hob es sich ganz deutlich vom Angebot der Vorjahre ab. Da kann man nur hoffen, dass uns dies auch in den kommenden Jahren erhalten bleibt.
(SO - 08.02.2026 - Ergebnisse)
2. Wettkampftag der Bezirksliga – Tassilo Schützen Aschheim 3
- Details
- Zugriffe: 335
Am Sonntag, den 25.01.2026 trat die dritte Mannschaft der Tassilo Schützen, vertreten durch Robert, Philip, Amin, Sarah und mich (Max), zum zweiten Wettkampftag der Bezirksliga an. Unterstützt wurden wir von Dirk, der trotz leichter Erkältung den Weg auf sich nahm, um uns zu betreuen und uns mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ein großes Dankeschön dafür!
Der Tag ließ sich recht schnell zusammenfassen: Alles bleibt beim Alten. Die Leistungen waren wieder einmal durchwachsen. Eine gewisse Konstanz konnte aber durch aus erkannt werden - nämlich bei der Platzierung und den unterdurchschnittlichen Passen.
Sebastian (Waste) machte sich, wie angekündigt, früh auf den Weg, um auch ja rechtzeitig vor Ort zu sein. Er sorgte für zusätzliche Motivation, indem er uns lautstark unterstützte und parallel die Berichterstattung über WhatsApp übernahm.
Der Wettkampftag begann mit dem Match gegen USC München, in dem wir solide starteten, am Ende jedoch den Kürzeren zogen (199:184). Im zweiten Match gegen BC Ismaning 2 steigerten wir uns und erzielten mit 192 Ringen eines unserer besseren Teamergebnisse des Tages (192:186). Gegen SG Grabenfleck München 2 wurde es anschließend etwas holpriger – 168 Ringe bedeuteten leider wieder keine Punkte für uns (189:168). Im vierten Match gegen SC U-Germering 2 mussten wir uns am Ende erneut geschlagen geben (188:203).
Nach der Pause ging es gegen PSV München 3 weiter – hier gelang uns mit 193 Ringen unser bestes Mannschaftsergebnis des Tages. Trotzdem blieb auch dieses Match ohne zählbaren Erfolg (193:201). Gegen TSV Waldtrudering 2 lief es anschließend wieder etwas unrunder (197:173), bevor wir im letzten Match des Tages gegen die BMW Bogenschützen 2 noch einmal alles zusammennahmen. Mit 180 zu 161 Ringen konnten wir dieses Match für uns entscheiden.
Der Wettkampf hatte so einige Überraschungen parat. So ist mir ist ein Pfeil gebrochen, was ich erst bemerkte, als ich ihn einnocken wollte und Sarah hat leider das eine oder andere Mal die Auflage verfehlt. Es war immer nur der erste Pfeil, der bei ihr an diesem Tag nicht da hin wollte, wo er hin sollte. Dirk und Sarah versuchten die Ursache zu analysieren, konnten das Problem aber leider nicht adhoc lösen.
Am Ende bestätigten wir unseren 7. Platz vor den BMW Bogenschützen. Damit dürfen die beiden Neulinge in der Liga im nächsten Jahr auch gleich wieder in die Relegation. Unterm Strich bleibt ein Wettkampftag mit viel Teamgeist und guter Stimmung. Danke an alle Beteiligten, an Dirk für das Coaching, an Sebastian für die lautstarke Unterstützung und an die Ausrichter für einen reibungslosen Ablauf.
(MS – 29.01.2026 – Ergebnisse)
3. Wettkampftag der Ober- und Bayernliga – viel Schatten, wenig Licht
- Details
- Zugriffe: 557
Oberliga
Der dritte Wettkampftag der Oberliga Südwest am 10. Januar 2026 in Langenpreising stand bereits im Vorfeld unter besonderen Vorzeichen. Schnell zeichnete sich ab, dass einige der ursprünglich acht vorgesehenen Oberliga-Schützen und -Schützinnen am Wettkampftag verhindert sein würden. Um dennoch vollständig antreten zu können, wurde kurzfristig bei Schützen aus der Bezirksliga angefragt, ob ein Einspringen möglich wäre. Nachdem geklärt war, dass dies keinen Konflikt mit der Bezirksliga darstellt, meldeten sich Robert und ich quasi freiwillig, um auszuhelfen.
Am Wettkampftag trafen wir uns rechtzeitig vor unserer Halle und machten uns schließlich zu viert auf den Weg nach Langenpreising: Wolfi, Marc, Robert und ich (Max). Vor Ort hieß es zunächst ankommen, aufbauen – und für mich ganz persönlich: erst einmal alles auf mich wirken lassen. Für mich war es das erste Turnier überhaupt, bei dem auf Spot-Auflagen geschossen wurde, entsprechend groß war die Spannung. Insgesamt standen erneut sieben Begegnungen auf dem Programm. Die Mannschaftsbesetzung war schnell gefunden, wobei Wolfi den übrigen Dreien das Feld überließ.
Der Wettkampftag begann jedoch holprig. In den ersten vier Begegnungen mussten wir uns jeweils geschlagen geben. Gegen SC U-Germering (179:215), SV Gartenstadt Trudering (216:212), TSV Waldtrudering (216:203) und SG Grabenfleck München (207:176) konnten wir zwar phasenweise mithalten, ein Sieg wollte sich aber noch nicht einstellen. Besonders ärgerlich: In mehreren Matches lagen wir nach einzelnen Passen nur wenige Ringe zurück.
Nach der vierten Begegnung ging es in die Pause. Zeit, erst einmal von der hervorragenden Verpflegung zu profitieren, eine Semmel und einen Keks von Robert zu essen, kurz durchzuschnaufen – und den Fokus neu zu setzen.
Der Neustart gelang dann im fünften Match gegen die BMW Bogenschützen. Nach drei Passen lagen beide Mannschaften ringgleich, erst in der vierten Passe konnten wir uns entscheidend absetzen und mit 207:201 unser erstes Match des Tages gewinnen. Knapp, aber am Ende zählt bekanntlich das Ergebnis. Auch die folgende Begegnung gegen den SV Kadelshofen verlief eng. Trotz durchwachsener Serien reichte es erneut zu einem knappen Sieg mit 210:204. Sicherlich keine Bestleistung, aber zwei wichtige Punkte für die Tabelle.
Im letzten Match des Tages gegen den SV Gartenstadt Trudering mussten wir uns schließlich noch einmal geschlagen geben (207:196), sodass wir den Wettkampftag am Ende auf dem 6. Tabellenplatz abschlossen.
Insgesamt war der Tag geprägt von sehr wechselhaften Leistungen. Von einem „M“ bis hin zur Doppel-Zehn in derselben Passe war alles dabei. Verglich man die Ringzahlen nach einzelnen Passen mit denen der anderen Mannschaften, zeigte sich jedoch: Mit einer Ausnahme waren wir meist nicht wirklich weit abgeschlagen – es hat am Ende einfach nicht ganz gereicht.
Mir persönlich hat der Wettkampftag dennoch sehr viel Spaß gemacht, und ich möchte mich ausdrücklich bei den anderen bedanken, dass sie mir als „Neuling“ die Möglichkeit gegeben haben, in der Oberliga mitzuschießen. Ein großes Dankeschön geht außerdem an die Ausrichter und alle Helferinnen und Helfer, die für einen reibungslosen Ablauf und eine tolle Atmosphäre gesorgt haben.
Ich freue mich schon auf das nächste Mal – wenn ich darf 😊
Bayernliga
Direkt im Anschluss an die Oberliga waren dann Vroni, Sherif, Eyad, Otti (dieser immer noch gesundheitlich angeschlagen) und ich (Dirk) in der Bayernliga dran. Wolfi war wieder als Coach mit von der Partie.
Machen wir es kurz: Nur Vroni und Sherif kamen weitestgehend an ihre gewohnten Leistungen heran.
Wolfi gab als Coach alles. Er versuchte es mit Tanz und Gesang, lies es dann wieder bleiben und wechselte das Team regelmäßig durch. Unser Tassifant stand auf der Bierbank für einen besseren Überblick, zum Coachen mit in der Box und wurde zwischendrin herzlich gedrückt. An diesem Tag konnten wir machen was wir wollten, es half alles nichts. Und wenn wir in einem Satz mal gut geschossen hatten und ein ordentliches Ergebnis auf dem Scoreboard stand, dann hatten unsere Gegner einen Ring mehr dort stehen. Wenn die Gegner leicht schwächelten, dann taten wir es Ihnen gleich oder schossen in diesen Sätzen noch schlechter. Das zog sich fast den kompletten Nachmittag durch und am Ende des Tages sprechen 1:13 Punkte eine deutliche Sprache.
Am Abend kam dann in der Tassilo internen Liga-Chatgruppe die Nachricht, dass zwei unserer Schützen den Bogen nun an den Nagel hängen, sich ein anderes Hobby suchen und sie sich bereits bei diversen Kochkursen angemeldet haben. Am frühen Sonntag schloss sich noch ein weiterer Schütze daran an. Wir wissen zwar noch nicht mit welchen Schützen wir den nächsten Wettkampftag der Bayernliga bestreiten, aber dafür scheint es in Zukunft sehr leckeres Essen bei uns zu geben.
Gab es auch was positives? Ja! Wir haben weder uns selbst noch irgendwem Anderes versehentlich in die Ferse geschossen (soll ja alles schon vorgekommen sein bei den Tassilos 😆) und haben es alle durch das Schneegestöber ohne Unfälle nach Hause geschafft. Das ist doch was auf dem man aufbauen kann.
Ab Montag heißt es: Blick nach vorne, ab in den Practice Room und auf den vierten und alles entscheidenden Wettkampftag im Februar vorbereiten. Wir werden alles dransetzten den momentan drohenden Abstieg zu verhindern.
(MS / DS – 11.01.2026 – Ergebnisse)
Ja - is denn scho wieder Neujahrs-Schiessen?
- Details
- Zugriffe: 586
Am 4. Januar hatten Marion und Tom wieder zum Neujahr-Schießen eingeladen, einem Spaßturnier, welches traditionell unser erstes Highlight des Jahres ist. Obwohl die Teilnehmerzahl kurzfristig krankheitsbedingt geschrumpft war, wurde es mit den letztendlich anwesenden 27 Schützen wieder schnuckelig eng in unserer kleinen Bogenhalle.
Wie immer wurde zuerst gewichtelt. Jeder Schütze bekam ein von Tom sorgfältig ausgesuchtes Holzplättchen, dessen Größe zur – geschätzten - Treffsicherheit passte. Nicht jeder war mit der Größe dieses Ziels zufrieden! Vier Dreier-Passen hatten wir Zeit, das Holzplättchen zu zerstören und so die Nummer unseres Wichtelgeschenks zu erfahren. Manch einer musste darauf hoffen, dass Tom nach einigen erfolglosen Versuchen Mitleid zeigte und ein etwas größeres Holzplättchen aufhing, aber zu guter Letzt bekam jeder sein Geschenk und ging ins Stüberl, um auszupacken und die von allen mitgebrachten Leckereien zu verspeisen.
Marion und Tom bereiteten inzwischen in der Halle das eigentliche Spiel vor und holten uns dann wieder in die stockdunkle Halle. Als das Licht anging, wurde mit viel „aaaahh“ und „wooooooww“ die Hallenwand in Augenschein genommen.
Viele bunte liebevoll gebastelte Papierblüten waren dort zu sehen, von großen Sonnenblumen über Klatschmohn, Rosen, Silberdisteln, Kornblumen, Gänseblümchen, Löwenzahn bis hin zum winzigen Kleeblatt! Auf allen waren in der Mitte Luftballons in passenden Größen angebracht. Die Sonnenblumen waren für die „Blankis“ Gabi und Christine gedacht, die Kleeblättchen für unseren Profi Sherif, und den anderen Schützen wurden die Blumen-Größen ebenfalls entsprechend ihres Könnens zugeteilt.
Die Ballons mussten natürlich nicht nur getroffen, sondern auch zum Platzen gebracht werden. Dieser Umstand wurde z.B. für Sherif zum Ärgernis, der zwar sehr gut zielte, aber die Ballons des öfteren lediglich im Ganzen aus der Halterung beförderte – was ihm leider keine Punkte einbrachte! Vermutlich hing das damit zusammen, dass seine besonders kleinen Ballons schwerer platzten als prallere, größere.
Aber der Reihe nach: Nach zwei Probepassen wurden die Duell-Paarungen für die erste Runde ausgelost und ab ging die wilde Fahrt. Einige Wenige bekamen, bedingt durch die Teilnehmerzahl, ein Freilos, alle anderen mussten sich jetzt ihrem ersten Gegner stellen. Fünf Pfeile hatten wir pro Passe, um die uns zugeteilten drei Blüten bzw. Ballons zu treffen. Sieger wurde, wer mehr Treffer hatte bzw. - wenn alle drei Ballons zerstört waren – weniger Pfeile gebraucht hatte. Bei Gleichstand folgte ein Shoot-Out. So wurde Runde um Runde die Zahl der Schützen dezimiert.
Wobei man sagen muss: Unser Neujahr-Schießen ist das einzige Turnier, wo ein frühes Ausscheiden überhaupt kein Problem ist - das Zuschauen und Mitfiebern macht mindestens eben so viel Spaß! Vor allem weil es dieses Jahr gefühlt besonders viele nervenzerfetzende Stechen gab!
Am späten Abend stand dann das Finale fest: Meister-Schütze Sherif gegen den „Frischling“ Max, der zuvor schon Titelverteidiger Michi ausgeschaltet hatte! Man hätte die berühmte Stecknadel fallen hören können, so still war es bei diesem letzten Duell in der überfüllten Halle!
Am Ende konnte sich Max sensationell gegen Sherif durchsetzen und bekam dafür nicht nur die selbst gebastelte Trophäe, sondern auch den Titel „Rookie of the Year“!
Dank geht raus an Marion und Tom, die wieder einmal viel Fantasie und Arbeit investiert haben, um uns allen einen tollen Abend zu bereiten. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!
(SG - 04.01.2026 - Bildergalerie)
Seite 1 von 38
